Schon wieder eBay-Ärger

03. Dezember 2008

Wegen eBay könnte ich auch schon wieder kotzen. Hab mal wieder ein paar Auktionen für gebrauchten IT-Kram reingestellt und ein paar Fragen dazu bekommen.

Die Krönung: Ein Typ, der fragt, wie viele Pins der Notebook-RAM hat. Gut, ich hätte es tatsächlich in der Artikelbeschreibung aufzählen können. Aber es ist ja nicht so, dass es nicht aus dem Artikelfoto und dem Rest der Angaben ersichtlich wäre.

 

Auch toll:

Ich habe eine Antwort auf eine Frage weggeschickt (über meinen E-Mail-Client, nicht über die eBay-Nachrichtenfunktion) und bekomme direkt wieder eine Mail vom Auktionshaus zurück:

Aufgrund von Sicherheitsbedenken hat eBay Ihre letzte E-Mail an ### nicht gesendet.
[...]
Für Anhänge sind folgende Format zulässig: .bmp, .gif, .jpg, .png, .tif

Supi, dass mein S/MIME-E-Mail-Zertifikat, was ja ein Sicherheitsfeature ist, als .pfx mitgeschickt werden will…

Kündigung einer HappyDigits-Mitgliedschaft

03. Dezember 2008

Da rege ich mich ja schon wieder drüber auf. Möchte meine HappyDigits-Karte loswerden und habe in den Tiefen des dämlichen HappyDigits-Portals eine Kontakt-Mail-Adresse gefunden. Als Antwort auf meine freundliche Kündigung und bitte um Löschung aller meiner Daten kam folgendes:

Sehr geehrter Herr Redmer,

mit großem Bedauern haben wir Ihren Kündigungswunsch erhalten.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen Ihre Kündigung in schriftlicher Form per Brief benötigen. Bitte senden Sie diese von Ihnen unterschriebene Mitteilung an das HappyDigits Service Center, 53248 Spich.

Viel Spaß mit HappyDigits wünscht
###
HappyDigits Service Team

Klasse! Online anmelden geht mit ein paar Klicks, aber eine Kündigung muss schriftlich sein?! Geht’s noch?

Hier meine Antwort:

Sehr geehrte Frau ###,

eine rechtliche Begründung für die Notwendigkeit einer schriftlichen Kündigung ist mir nicht bekannt. Nach bürgerlichem Gesetzbuch (§311 Abs. 1 BGB) herrscht in Deutschland Vertragsfreiheit. Diese beinhaltet unter anderem, dass, bis auf wenige Ausnahmen (die hier allerdings wohl kaum zutreffen), Verträge keinen Formvorschriften unterliegen. Dies bezieht sich im Weiteren auch auf die Form einer Beendigung solcher.

Bezüglich der Sicherheit meiner Identität möchte ich Sie darauf hinweisen, dass meine erste und auch diese E-Mail digital signiert sind. Es handelt sich um das weltweit standardisierte S/MIME-Format.
Durch die Beglaubigung der Echtheit meiner Person durch mehrere Personen im Rahmen der offenen Zertifizierungsstelle CAcert wird ein Maß an Zuverlässigkeit und Authentizität erreicht, das eine einfache Unterschrift nicht leisten kann und wird.

Ich bitte Sie aus oben aufgeführten Gründen noch einmal, meine Mitgliedschaft bei HappyDigits alsbald möglich zu beenden und jedwede an mich gewandte Werbung einzustellen. Sollte dies weiterhin nicht über den elektronischen Weg möglich sein, bitte ich Sie, mir einen Brief mit frankiertem Rückumschlag zuzusenden. Sie können dies gerne mit den auf meinem HappyDigits-Konto verbliebenen 299 Punkten verrechnen. Diese sollten bei Portokosten von 45 Cent pro Brief ausreichen. Ob diese Vorgehensweise allerdings gesamtbetriebswirtschaftlich gesehen günstiger für sie ist, als eine simple Möglichkeit, seine Mitgliedschaft online beenden zu können, sei dahingestellt.

Eine Anmerkung dazu noch:
Ich halte es für ausgesprochen kundenfeindlich,  zu werben mit “Online anmelden – bequem und kostenlos.” (Link), eine Abmeldung aber mit einer Hürde zu versehen, die absolut vermeidbar ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Redmer

Bin mal gespannt auf die Reaktion… :)

Update:
Ich habe doch tatsächlich zwei Wochen später einen Brief mit meiner Kündigungsbestätigung bekommen. Es geht also doch :D

MAMP + Passenger/mod_rails

30. November 2008

Für den Fall, dass jemand unter Mac OS X das Apache-Modul mod_rails aka. Phusion Passenger in MAMP integrieren will: Hier eine kleine (zusammenkopierte) Anleitung.

  1. MAMP, Ruby und Rails sind selbstverständlich schon installiert
  2. mit “sudo -s” im Terminal in eine Root-Shell wechseln
  3. “gem install passenger” zum Installieren ausführen
  4. Apache-Version mit “/Applications/MAMP/Library/bin/httpd -v” herausfinden
  5. Zur vorhandenen Version passende Sourcen herunterladen von http://archive.apache.org/dist/httpd/ (z.B. httpd-2.0.59.tar.bz2 für MAMP 1.7)
  6. Datei entpacken, z.B. mit “tar -xvf httpd-2.0.59.tar.bz2″
  7. In den entpackten Ordner wechseln
  8. “./configure” ausführen und aus dem Fenster gucken
  9. Den “include”-Ordner aus den eben heruntergeladenen und konfigurierten Sourcen nach “/ 
    Applications/MAMP/Library/” kopieren
  10. “os/unix/os.h” aus den Sourcen nach “/Applications/MAMP/Library/ 
    include/” kopieren (also os.h liegt direkt in include)
  11. Diese Datei config_vars.mk herunterladen und in “/Applications/MAMP/Library/build/” ablegen
  12. “export APXS2=/Applications/MAMP/Library/bin/apxs” ausführen, damit das Passenger-Skript das Modul für den MAMP-Apache kompiliert (ansonsten nimmt es den Mac-OS-X-Apache als Ziel)
  13. “passenger-install-apache2-module” ausführen und den Anweisungen folgen
  14. Den vom Skript ausgegebenen Codeschnipsel zum Laden des Passenger-Moduls in “/Applications/MAMP/conf/apache/httpd.conf” einfügen
  15. In selber Datei einen Virtual Host für das Rails-Projekt anlegen
  16. Gegebenenfalls für den vHost die Option “RailsEnv development” setzen
  17. MAMP (neu)starten und freuen
Was nicht geht: Den Apache-Port auf 80 ändern. Dann wird der Apache von MAMP gezwungenermaßen als root ausgeführt. Passenger äußert dann Sicherheitsbedenken und verweigert seinen Dienst.
Warum das ganze? Ich hatte schon den Apache samt MySQL mit MacPorts installiert. Aber das Start-/Stopp-App von MAMP ist ein bisschen komfortabler als das Terminal. Und ich bin sooo faul ;)

Quellen:
http://code.google.com/p/phusion-passenger/issues/detail?id=3
http://code.google.com/p/phusion-passenger/issues/detail?id=12
http://groups.google.com/group/phusion-passenger/browse_thread/thread/e6dac9d5ea0de9c1

Übertragenes Datenvolumen aus dem pppd-Log bestimmen

24. August 2008

Nicht, dass ich bei dem schönen spätsommerlichen Wetter hier in Erlangen nichts Besseres zu tun hätte. Aber sooo schwierig und zeitaufwendig war’s ja jetzt nicht *g*. Nachdem ich ein Bisschen auf dem Marktfest rumgebummelt habe und nun die Sonne leider schon wieder untergegangen ist… Hier mein kleines Traffic-Skript zur Auswertung des übertragenen PPP-Volumens. Sehr nützlich für meine Konfiguration “UMTS ohne Connection Manager“. Also, für den Fall, dass jemand einen Ansatz für OS X braucht:
Datenvolumen-Skript

P.S.: Kein Anspruch auf besonders guten Code oder pfiffige Umsetzung. But it works!

Überall ins Internet mit UMTS

23. August 2008

Seit einigen Wochen kann ich nun auch mit meinem MacBook überall ins Internet. Ich habe dazu bei eBay einen Huawei E172 UMTS-/HSDPA-USB-Stick mit Vodafone-Branding, aber ohne Sim-/Net-Lock, ersteigert. Passt mit seinem glänzend weißen Gehäuse prima zum Mac^^ Als Tarif habe ich zu meinem bestehenden o2-Genion-S-Vertrag das Internet-Pack L hinzugebucht (das Pack M hatte ich ja vorher schon für’s iPhone).

Das heißt nun zusammengefasst:

  • theoretisch mit bis zu 7,2MBit/s Down- und 1,45MBit/s Upstream ins Netz
  • praktisch bei meinen Eltern mit 1,8MBit/s (und damit schneller als mit dem DSL-Anschluss) ins Netz, in Erlangen-Dechsendorf leider nur 384KBit/s (Zentrum 1,8MBit/s), Paderborn-Elsen hoffentlich wieder HSDPA
  • 10GB Übertragungsvolumen inklusive (danach Drosselung auf 64KBit/s) für 21,25€ (15% Online-Rabatt)

Bisher habe ich den grottigen o2-Connection-Manager zur Einwahl benutzt. Hatte aber zwischenzeitlich drei Kernel Panics, die Verbindung hat nie lange gehalten (vor allem bei Downloads, YouTube etc. abgekackt) und der Stick lief dann erst wieder nach Abziehen und Anstecken von/an USB, außerdem hat sich der Connection-Manager auch öfters mal verabschiedet (einmal war sogar die Online-Statistik weg). Ziemlich buggy das ganze also, und wenig Mac-like.

Naja, heute hab ich mir mal die (kleine) Mühe gemacht, den Connection-Manager durch eine manuell eingerichtete Einwahlverbindung zu ersetzen. Mac OS Leopard bringt von Haus aus eine keine .kext für den E172. Deshalb kopiert man mit
sudo cp -Rp /Applications/Connection_Manager.app/Contents/Drivers-x86/HuaweiDataCardDriver.kext /System/Library/Extensions
die Connection Manager Kernel Extension ins System. Nach einem Neustart (oder, ungetestet, “kill -1” an den kextd und Neueinstecken des Sticks) wird sie geladen.

Ich habe dann den Stick in den Netzwerkeinstellungen als Hersteller “Allgemein”, Modell “GPRS (GSM/3G)” eingerichtet. Als APN “surfo2″, Telefonnummer “*99#” und dann noch ein paar Einstellungen unter dem Reiter “PPP”. Nervige Nachfrage jede Viertelstunde ob die Verbindung noch benötigt wird aus und sowat. Achja, ganz wichtig: SIM-PIN-Abfrage über ein Handy für die Karte deaktivieren. Für die PIN-Eingabe gibt’s nämlich im OS kein Menü. Und danach direkt die Rufnummer für die Kartensperrhotline irgendwo hinterlegen, für den Fall des Falles.

Joa, nun läuft’s erstmal wie gewünscht. Zwei Stunden online, ca. 200MB Traffic und kein Absturz/Hänger. Langzeiterfahrungen exklusive. Aber es sieht gut aus. Und der dämliche Connection-Manager kann weg.

Und irgendwann bastel ich mir noch ein Bash-Skript, was das übertragene Datenvolumen eines Monats aus der /var/log/ppp.log bestimmt :D

Skorfulose:~ thomas$ grep bytes /var/log/ppp.log 
Sat Aug 23 14:29:45 2008 : Sent 382556 bytes, received 2541374 bytes.
Sat Aug 23 16:28:34 2008 : Sent 7086242 bytes, received 152994522 bytes.